Diese Unit erklärt kommunale Wärmeplanung als Verbindung von Energiebedarf, Gebäudestruktur, lokaler Infrastruktur, erneuerbaren Wärmepotenzialen, Investitionslogik, Recht und Governance. Sie behandelt Wärmeplanung nicht als technische Karte, sondern als strategischen Transformationsprozess: Wo eignet sich ein Wärmenetz? Wo ist eine dezentrale Lösung robuster? Wo reicht der Datenstand noch nicht aus? Welche Entscheidung darf aus einem Wärmeplan abgeleitet werden, welche gerade nicht?
Studierende kennen Wärme aus Miete, Heizung, Warmwasser, Schule, Betrieb oder Stadtwerk. Die Ausgangsfrage lautet: Warum reicht es nicht, einzelne Heizungen zu ersetzen?
Wärme ist räumlich gebunden. Leitungen, Dichte, Gebäudetypen, Verbrauchsprofile und lokale Quellen entscheiden, ob zentrale, dezentrale oder hybride Lösungen plausibel sind.
Die App modelliert Quartiere, Wärmeoptionen, CO₂-Wirkung, Investitionsgrößenordnungen und Governance-Entscheidungen. Ziel ist eine belastbare Kompetenzlandkarte für Wärmeplanung.
🎯 Fachliche Lernziele
- Sie unterscheiden Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Zielszenario, Gebietseinteilung, Umsetzungsstrategie und Fortschreibung.
- Sie bewerten Quartiere nach Wärmebedarfsdichte, Anschlusswahrscheinlichkeit, Infrastruktur, Temperaturanforderung, Sanierungspotenzial und lokalen Wärmequellen.
- Sie erklären, warum Wärmenetze in dichten Quartieren andere Chancen haben als in lockeren Einfamilienhausgebieten.
- Sie berechnen überschlägig Wärmebedarf, Energieträgeranteile, CO₂-Emissionen, Investitionsgrößenordnungen und Elektrifizierungsfolgen.
- Sie ordnen das Zusammenspiel von Wärmeplanungsgesetz, Gebäudeenergiegesetz, kommunaler Beschlusslage und Investitionsentscheidung modellkritisch ein.